Hoppla-hopp, die genetische Untersuchung steht vor der Tür

Huch! Das ging jetzt schnell.

Am Freitag bekam ich die Info, dass der MdK die genetische Untersuchung haben möchte. Am Montag rief mich die Kinderwunschklinik zurück, erklärte mir, was das eigentlich genau ist (wir müssen Stammbäume ausfüllen, ein Gespräch über uns ergehen lassen und dann wird unser Blut untersucht) und hat mir die Telefonnummern von zwei Praxen durchgegeben.

Und während ihr noch unter meinem letzten Beitrag diskutiert, ob Reichel-Fentz doof oder toll ist (ich tendiere nach einigen Berichten übrigens zu doof, aber das ist rein subjektiv), habe ich einfach die beiden Praxen in unserer Heimatstadt angerufen. Man muss es ja nicht unnötig kompliziert machen und wir haben das Glück, in einer Stadt zu wohnen, in der es mehrere Möglichkeiten gibt (es gibt laut Google sogar noch eine weitere Praxis, aber diese beiden hatte mir nun einmal die Kinderwunschklinik empfohlen).

Ich hatte es eilig, denn bekanntermaßen sind die Wartezeiten für solche Termine lang. Bei der einen Praxis war dann schon Feierabend (wenn man irgendwo nur bis 12 Uhr anrufen kann, bin ich ja schon genervt), bei der anderen ging es dafür ganz schnell. „Ich könnte Ihnen einen Termin am 14. Juli anbieten. Oooder… Wie spontan sind Sie? Wie wäre es mit Donnerstag?“ Tja, und nun haben wir den Termin eben übermorgen. Huch!

Es gab noch ein bisschen Hin und Her mit meinem Mann, der dafür ja früher Feierabend machen muss. Also, ich muss das auch, aber ich habe da weniger Schwierigkeiten. Bei meinem Mann gibt es den Bereitschaftsdienst bis 17 Uhr und sein Kollege ist im Urlaub. Ich finde ja, bei seltenen und wichtigen Terminen sollten Kollegen und Vorgesetzte Verständnis haben und als Arbeitnehmer sollte man sich auch trauen, das durchzuboxen. Ich denke mir immer: Wenn man morgens aufwacht und krank ist, geht die Firma auch nicht direkt pleite. So hat man immerhin ja auch noch 3 Tage Zeit, etwas vorzubereiten und zu organisieren. Glücklicherweise klappt das jetzt, aber wenn die Chefs sich bei so was querstellen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn man sich spontan morgens „eine Krankheit einfängt“. Ich meine, es ist das erste Mal in diesem Jahr, das mein Mann einen Kinderwunschtermin hat und auch das erste Mal, dass er so etwas anfragt. Und man hat ein Recht auf Arzttermine in der Arbeitszeit, wenn es nicht anders geht.

So, Exkurs/Rant beendet. 😉

Nach Absprache mit der Kinderwunschklinik habe ich mir eine Überweisung von meinem Frauenarzt ausstellen lassen, nicht von der Kinderwunschklinik selbst. Darauf steht: „Zustand nach Abort – genetische Ursache?“ Die Hoffnung ist, dass die Krankenkasse dann die Kosten der Untersuchung übernimmt. Und es ist ja auch die Wahrheit, denn der MdK will die Untersuchung ja aufgrund der Fehlgeburt. Die Ärztin hat mir mehr oder weniger durch die Blume zu verstehen gegeben, dass sie die Untersuchung für überflüssig hält („Der Wert dieser Untersuchungen ist umstritten“), und wir waren uns einig, dass eine Fehlgeburt in der 7. Woche zwar scheiße ist, aber nicht unbedingt ausgesprochen ungewöhnlich. Nun ja, durch die kurze Wartezeit bin ich nun fast versöhnt mit dem ganzen Kladderadatsch und wer weiß, vielleicht kommt ja wirklich was hilfreiches raus.

Ich bin aufgeregt und vorfreudig. Dabei weiß ich natürlich selbst, dass es nach dem Gesprächstermin noch Wochen dauern kann, bis es tatsächlich Ergebnisse gibt. Aber hey. Es passiert was. Nach einem halben Jahr. Das ich das noch erleben darf!

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