You never, NEVER know.

Es ist doch wirklich so: Mit jedem Tag komme ich besser klar. Verrückt! Kürzlich waren wir abends bei Schwägerin und Schwager, und da es der erste Abend der Sommerferien war, durften meine Nichte und mein Neffe lang aufbleiben und HOLLA die Waldfee, war ich erleichtert, als die Nichte endlich auf dem Sessel eingeschlafen war! 😉

Ein Nebensatz in einem Podcast, in dem es um völlig andere Dinge ging, hat mich ebenfalls weitergebracht. Sinngemäß wurde gesagt, dass Entscheidungen im Leben ja eigentlich immer zu etwas führen, von dem man nicht weiß, wie es wird. Nehme ich den Job meines Lebens an und ziehe um, und werde in der neuen Stadt sofort von einem Auto überfahren? In welche der beiden Wohnungen, die mir gefallen, soll ich ziehen – vielleicht finde ich in den Nachbarn von Wohnung A meine besten Freunde fürs Leben, und vielleicht finde ich in Wohnung B plötzlich die Liebe meines Lebens in der Nachbarschaft. Vielleicht kommt es auch ganz anders. You never, NEVER know. Vielleicht wäre ich schwanger geworden, wir hätten ein gesundes Kind bekommen, ich wäre mit dem Schlafmangel nicht zurecht gekommen und dem Mental Load und mein Mann und ich hätten uns getrennt. You never, NEVER know.

Momentan treibt mich mal wieder die Jobfrage um, ich will ja nun nicht ewig machen, was ich aktuell mache. Aber was ich stattdessen machen will, GOTT IM HIMMEL, ich habe nicht den Hauch einer Ahnung. Ich denke über die Dinge nach und die Antwort ist NICHTS, ich will NICHTS davon machen, was mir einfällt. Und ich muss noch mindestens 32 Jahre arbeiten (obwohl… you never, NEVER know)!!! Aktuell ist eine Umschulung ausgeschrieben, die mich VIELLEICHT interessieren könnte, aber die geht dann direkt 2 Jahre, ich müsste meinen Job kündigen, und weniger verdienen (okay, für zwei Jahre) und danach wäre die Zielausrichtung auch nicht so 100% meins. Aber da offenkundig NICHTS 100% meins ist… Argghhhh!!!

Ihr seht, andere Dinge treiben mich gerade um. In anderthalb Wochen habe ich tatsächlich noch mal einen Termin bei der Therapeutin. Sie rief mich zurück und bestätigte, dass meine verbliebenen Termine verfallen seien, aber sie würde das schon irgendwie abgerechnet kriegen. Yay! Da der nächste Termin allerdings halt erst vom Anruf aus gesehen in drei Wochen war, habe ich jetzt ein bisschen „Angst“, dass ich schon alles von selbst verarbeitet habe bis dahin. 😉 Aber das ist glaube ich zum einen unrealistisch und zum anderen wäre es ja auch ein Erfolg, eigentlich.

Ich habe immer noch niemandem in der Familie gesagt, dass wir aller Wahrscheinlichkeit nach nun kinderlos bleiben möchten. Zu Beginn war es mir sehr wichtig, das meinen Eltern und Schwiegereltern zu erzählen. Jetzt denke ich, ich möchte mir erst selbst völlig im Klaren darüber sein, wie ich dazu stehe und wie es weitergeht. Gut, dass ich da keinen Schnellschuss getätigt habe.

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