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Wie der Kinderwunsch so vor sich hin pausiert

Ehrlich gesagt, die erzwungene Pause, die durch Zeitpläne, das Warten auf Blutergebnisse und Überweisungen und Behandlungspläne, den Urlaub und all so etwas entstanden ist, tut mir ganz gut.

Getreu meiner Therapeutin versuche ich, mir Dinge zu gönnen, um das Leben mit mehr Freude und Ablenkung zu füllen. Daher hängen jetzt Tickets für 4 verschiedene Konzerte an unserer Pinnwand (das erste in 3 Wochen, das letzte im Januar), ich war schon zwei Mal Wandern und liebe es, gestern waren mein Mann und ich in der Sauna, und lauter solche Dinge. Das ist toll.

Außerdem habe ich mir dieses Buch zugelegt, dass von der richtigen Berufswahl handelt und gute Bewertungen hat. Damit arbeite ich sozusagen am Plan B. Wenn es also doch zu einem Leben ohne Kinder kommen sollte, möchte ich nicht nur den Arbeitsplatz wechseln, sondern auch „das Feld“. Ich bin in meinen Job damals eher reingerutscht und vieles macht mich nicht gerade glücklich. Derzeit weiß ich ihn sehr zu schätzen, weil er flexibel ist, unbefristet, der Chef ist für vieles offen (Home Office oder halbtags sollten irgendwann gar kein Problem sein; Elternzeit schon eher, weil wir eine sehr kleine Firma sind). Aber insgesamt ist das irgendwie nicht das, was ich unbedingt für den Rest meines Lebens machen muss… Also, mal sehen. Die Beschäftigung mit dem Buch hilft schon mal.

Auf der anderen Seite versuche ich, anders an meine Arbeit heranzugehen. Vieles nicht mehr an mich heranzulassen. Ehrlich gesagt denke ich bei vielem, was mich ärgert, einfach nur noch „Dafür werde ich bezahlt“. Und dann kann ich mit dem schwierigen Kunden umgehen / dem nervigen Kollegen freundlich antworten / was auch immer. Aber ich hänge  mich nicht so sehr mit Herzblut rein. Das ist vermutlich nicht sooo super für die Arbeit, aber für mich persönlich umso mehr. Und ehrlich gesagt bekomme ich so doch mehr erledigt, weil ich Unangenehmes nicht mehr so lange wie möglich vor mir herschiebe, sondern einfach halt erledige. Also vielleicht doch nicht so schlecht für die Arbeit. 😉

Dritte Baustelle (nach „Gönn dir was“ und Arbeit) ist das Abnehmen, das läuft immer noch super. Mittlerweile habe ich rund 13 Kilo runter und noch ungefähr 11 sollen folgen. Ich könnte schneller sein, klar, aber das macht mir gar nichts. Schade, dass mein Mann nicht so mitzieht, wie anfangs erhofft (er war zu Beginn auch Feuer und Flamme). Irgendwie war das absehbar, aber man hofft ja immer. Er ist einfach nicht sehr diszipliniert bei sowas und findet immer neue Gründe, warum es jetzt gerade halt nicht geht. „Wer will, findet Wege – wer nicht will, findet Gründe“ kommt mir dabei in den Sinn und so ist es halt. Ich werde da jetzt nicht den Moralapostel spielen. Er kann nicht nachvollziehen, dass ich mittlerweile einen größeren Bewegungsdrang habe und rollt öfter mit den Augen, wenn ich abends noch einen Spaziergang mache. Weil sich bei ihm nichts ändern soll. Weil er sich nicht ändern will. Dann kann ich eben auch nicht helfen.

So, aber das klingt jetzt negativer, als ich eigentlich drauf bin. 🙂 Den Beitrag will ich doch etwas fröhlicher beenden, weil es mir eigentlich gerade sehr gut geht. Ich warte auf den Behandlungsplan von der Klinik, damit ich ihn an die Krankenkasse weiterleiten kann (wieos kann die Klinik das eigentlich nicht direkt an die Kasse schicken? Ist doch genauso viel oder wenig Aufwand…). Und klar, in mir drin ist ein kleines Männlein, das spricht „Vielleicht bist du ja schon schwanger“. 😉 Gerade bin ich an Zyklustag 23. Also mal sehen, was sich in einer Woche oder so ergeben hat. Ich habe diesen Zyklus allerdings keine Ovu-Tests benutzt oder sonst was. Wir haben uns ganz an den Herrn Professor gehalten und nur nach Lust und Laune gelebt und geliebt. Da ich krank war (doofe Erkältung) für eine Woche, könnte es auch sein, dass wir in der „kritischen Zeit“ nicht tätig wurden. Dann ist das so. Nächsten Monat haben wir noch eine Chance und dann möchte ich gern den Pillenzyklus starten. Wir werden sehen!

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Abnehmen in der Kinderwunschbehandlung

Seit Anfang des Jahres sind mein Mann und ich ja nun schon dabei, unser Gewicht zu reduzieren. Die ersten drei Monate hat das auch wunderbar funktioniert. Bei meinem Mann ist seither die Luft etwas raus, habe ich den Eindruck; bei mir aber auch, was aber andere Gründe hat.

Mit der ersten IUI fing es an. Zuvor hatte ich kein Problem damit, mich einzuschränken. Jetzt dachte ich bei Hungergefühlen: Vielleicht sollte ich lieber nachgeben. Vielleicht braucht mein Körper das gerade. Vielleicht sollte ich ihm lieber alles geben, was er möchte, damit er genug Energie hat, wunderbare Eibläschen wachsen zu lassen / die Gebärmutterschleimhaut schön aufzubauen / eine Einnistung vorzunehmen / ein Baby zu versorgen. Und so aß ich wieder mehr und wie das so ist, seither dümpelt mein Gewicht so um die 73 Kilo rum (immerhin – Start zu Jahresbeginn waren 80 Kilo) und tut nichts gutes und nichts böses.

Natürlich weiß ich, dass der Körper in der Schwangerschaft nur geringfügig mehr Kalorien braucht. Und dass man in der Schwangerschaft nicht „für zwei“ essen muss. Aber irgendwie kommt das in meinem Bewusstsein nicht so richtig an. Zumal ich die ersten Monate auch nach dem Prinzip „möglichst wenig Kalorien zu mir nehmen, ohne mich unwohl zu fühlen“ gelebt habe – das kam dann so auf 1200-1400 am Tag raus. Ist das zu wenig für meinen Zyklus? Vermutlich nicht… Aber man will ja kein Risiko eingehen!

Naja, vermutlich ist es wirklich eher psychologisch als das ich tatsächlich wegen der Kinderwunschbehandlung mehr essen müsste. Oder wie seht ihr das?

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Erste IUI – Zyklustag 6

Heute war ich zur Kontrolle in der Kinderwunschpraxis. Ultraschall und Blutabnahme. Ich musste mal wieder ewig warten – aber ich bin auch selbst Schuld. Man soll zwischen 7 und 8 Uhr kommen, und ich schaffe es immer erst recht spät, heute so um viertel vor 8. Da ist es halt schon voll! Aber ich bin so ein Morgenmuffel… 😉

Im ersten Arm hat es wieder nicht mit dem Blut abnehmen geklappt. Ich muss mir unbedingt angewöhnen, vor dem Besuch morgens etwas mehr zu trinken! Normalerweise gibt’s bei mir nämlich gar keine Probleme bei der Blutabnahme, nur so früh morgens halt.

Ultraschall war unauffällig, „Wir sind noch sehr früh“, sagte der Chefarzt. Aber sah soweit alles in Ordnung aus. Alles andere hätte mich auch gewundert. 🙂

Dienstag darf ich wiederkommen und ich habe mir fest vorgenommen, es dann etwas früher zu schaffen. Man darf gespannt sein! Die IUI selbst prognostizierte mir der Doc dann für nächste Woche Donnerstag, Freitag oder das Wochenende. Das passt mir sehr gut.

Dieses Wochenende ist nun erst einmal vollgepackt. Ich bin wirklich gut beschäftigt derzeit. Einerseits finde ich das super, denn man hat weniger Zeit, nachzudenken. Andererseits brauche ich auch mal wieder etwas Ruhe, aber das kommt schon auch noch wieder. Heute habe ich schon einer Bekannten abgesagt, die eigentlich Hilfe von mir haben wollte. Ich musste ihr aber sagen, dass ich das derzeit nicht schaffe. Ehrlichkeit und Selbstschutz… Ich denke, sie wird nicht böse sein (es war jetzt nichts elementares) und ich bin etwas stolz auf mich, ehrlich gesagt. Ich kann sonst nur schlecht Nein sagen.

Für den Nachmittag der IUI bin ich schon mit zwei Freundinnen zu einer großen Waffelbackschlacht verabredet. Das ist super: Ich kann zwar noch nicht sagen, wann der Termin ist, aber wir sind trotzdem schon verabredet! ❤ Und das wird mich gut ablenken. Ich denke zwar, ich hätte den Tag auch gut mit meinem Mann verbringen können, aber wir Freundinnen hatten Schwierigkeiten wegen der Terminfindung (die eine kann nur nachmittags, wenn ich normalerweise arbeite) und da sagte ich, hey ich hab frei – weiß nur noch nicht genau, wann! 😀 Ich freue mich schon.

Ach ja, die Abnahme… Steht jetzt bei ziemlich genau 5 Kilo, schon seit einiger Zeit. Ich esse eigentlich brav, aber zwischendurch kommen dann immer wieder Verabredungen inklusive Essen, die natürlich die Kalorienbilanz in die Höhe treiben. Letzte Woche Freundinnen-Treffen mit Burgern und Pommes, am letzten Wochenende großes mongolisches Buffet mit meinem Papa, diese Woche Döner mit einem guten Freund, nächste Woche dann das Waffel-Date… Und außerdem hat mein Mann sich diese Woche gewünscht, Pizza zu bestellen, nachdem wir einen vollen Arbeitstag und danach noch den Termin bei der Bank hatten. Sollte er haben (die meisten dieser Futter-Dates habe nämlich nur ich und nicht er). Aber nun ja. Ich weiß, woran es liegt und Gewicht halten ist ja auch immer noch besser als wieder zuzunehmen!

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Das Leben geht weiter

Nach einem schlimmen Samstag ist das Leben einfach weitergegangen. Unglaublich, oder? Die Zeit hält nicht an, und der Alltag geht weiter.

Sonntag war ich mit einem sehr guten Freund zum ersten Mal Bouldern (Klettern ohne Sicherung). Zum einen finde ich das eine sehr spannende Sportart, zum anderen hilft Muskelaufbau sicherlich beim Abnehmen, und drittens sagte mir C., dass Bouldern gut gegen Depressionen sei, unter denen er noch sehr viel mehr als ich leidet. Eine kurze Google-Recherche bestätigte das – ich war ja erst mal skeptisch. Aber tatsächlich gibt es Studien, die das belegen. Ist ja auch logisch. Sport ist sowieso gut, aber im Gegensatz zu anderen Sportarten muss man sich beim Bouldern konzentrieren und hat keine Zeit für Grübeleien (anders als zum Beispiel beim Laufen oder Schwimmen), zweitens muss man sich selbst immer wieder überwinden und hat dann aber auch tolle Erfolgserlebnisse, die das Selbstbewusstsein stärken können, und drittens ist man nicht allein und hat soziale Kontakte.

Wie dem auch sei, in erster Linie wollte ich es probieren, weil es mir spaßig erschien, und das war es dann auch. Wir hatten ein Einsteigertraining und haben anschließend noch etwas allein geübt, insgesamt haben wir etwa anderthalb Stunden durchgehalten und heute (Mittwoch) lässt der Muskelkater erst nach. 😉 Sonntag wollen wir wieder los!

Montag habe ich bei zwei Psychotherapeutinnen angerufen und bei der einen sogar direkt einen Termin bekommen, am 7. März. Ich hätte sogar schon einen Termin am kommenden Dienstag haben können, aber da haben wir schon einen Banktermin und den haben wir ewig vor uns hergeschoben – ich glaube, dass mir dieser Termin auch psychisch weiterhelfen wird und daher wollte ich ihn nicht verschieben. Anfang März ist ja auch gut. Sowieso geht es mir schon wieder viel besser und ich frage mich, ob ich nicht maßlos übertrieben habe. Klar ging es mir schlecht, aber immer nur mal wieder ein paar Tage. Die meiste Zeit geht es mir gut. Andererseits habe ich in meinem Tagebuch nachgelesen und festgestellt, dass ich solche Episoden jetzt schon echt lange habe. Seit 2013 mindestens („Wie oft am Tag weinen ist normal?“). Es ist also sicher hilfreich, etwas dagegen zu machen. Mein Antidepressivum schlucke ich seit Samstag, und das beste daran ist, dass es nach Schokolade schmeckt. Das bringt mich jeden Morgen zum Lächeln und das ist ja auch schon mal was, wenn es sonst nicht helfen sollte… 😉

Die Abnahme läuft gut, auch wenn ich mir wünschen würde, dass sie noch etwas schneller geht. Mein Mann arbeitet fleißig auf die Zweistelligkeit zu und ich knabbere an der 75-Kilo-Marke, um die ich im Moment kreise wie verrückt. Einen Tag ist es drüber, einen drunter. Ich mache mir aber überhaupt keine Gedanken, denn ich kenne meine Kalorienzufuhr und weiß, dass es bald weiter sinken wird. Wie gesagt, nur leichte Ungeduld.

Ich versuche, nicht an die Schwangerschaft von N. zu denken, denn wenn ich es doch tue, dreht sich mir der Magen um. Nicht beim neutralen Gedanken „N. ist schwanger“, sondern beim Vorstellen der Situation. Wie wir uns treffen und sie schwanger ist. Wie ich das Kind kennen lerne. Da wird mir richtig schlecht. (Dazu kommt, dass ich N. nur so mittelmäßig gut leiden kann. Ich freue mich also auch nur mittelmäßig für sie. 😉 ) Mein Mann hat sich auch noch sehr darüber aufgeregt, wie sie sich beklagt hat wegen ihrer nun schwanger stattfindenden Hochzeit – dass sie nichts trinken kann, dass das Kleid nicht passen wird etc. Er meinte, die beiden (also sein Bruder und N.) sollten mal froh sein, dass es so schnell geklappt hat. Das fand ich sehr süß, denn oft habe ich den Eindruck, dass ihn unsere Situation gar nicht so sehr belastet.

Ansonsten bin ich rund um die Uhr beschäftigt, habe viele Termine und Verabredungen. Das hilft glaube ich auch, die Stimmung oben zu halten. Allerdings frage ich mich, ob es nicht irgendwann zu viel sein wird. Ab nächster Woche wird es zum Glück ruhiger.

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Zyklustag 1

Die letzten Tage hatte ich immer ein leichtes Ziehen im Unterleib, und heute war dann tatsächlich die Mens da. Das war so nicht abzusehen, da der Dezember-Zyklus ja der stimulierte Zyklus war und die Mens erst nach dem Absetzen des Utrogests eintrudelte, und ich so nur ganz schwer den ersten Zyklustag bestimmen konnte. War wohl doch etwas eher, als ich das gezählt hatte. Kommt aber dennoch mehr oder weniger mit den Ovulationstests hin, die vor 13 Tagen positiv waren. Das ist doch gut.

Ich bin überhaupt nicht betrübt dieses Mal. Es war glaube ich wahrlich der erste Zyklus (bis auf die, wo wir sowieso nicht durften wegen OPs oder ähnlichem), dass ich gar keine Erwartungen hatte. Auch mal wieder ein angenehmes Gefühl, einfach nur wahrzunehmen „Oh, da ist sie, die Mens“ und es weder gut (weil man auf irgendwas dringend wartet, womit man starten möchte) oder schlecht (weil…. naja wieso nur?) findet, sondern einfach nur registriert. Wie früher. Früher – ganz früher – habe ich auch nie einen Überblick gehabt, nichts notiert o.ä., sondern wurde immer ein bisschen überrascht. Dann kam die Pille und alles wurde regelmäßig, da konnte man sich dann schon drauf einstellen, wenn die Packung leer war, war es halt soweit.

Nun ja, diesen Zyklus werde ich dann meinen neuen Frauenarzt zum ersten Mal sehen (das klappt dann ja jetzt, ich bin sehr froh) und hoffentlich den Antrag an die Krankenkasse für die IUI stellen, die dann – wenn alles gut läuft – im März angegangen wird, bzw. Ende Februar.

Gestern war auch der letzte Termin bei meinem superlieben Tätowierer F. Der dritte insgesamt und es war nur ein kleines Nachstechen, weil manche Farben nicht so perfekt geworden waren. Und als wir fertig waren, bedankten wir uns beieinander (ich fürs Tattoo, er fürs Vertrauen) und er meinte „Dann sind wir ja jetzt wirklich fertig. Dann kann’s ja jetzt mit dem Kinderwunsch klappen.“ 😀 Na ich hoffe, F. hat Recht!

Projekt Abnehmen läuft auch mehr oder weniger, ich zähle fleißig Kalorien und es macht mir ehrlich gesagt sogar Spaß! Zwei Kilo hab ich schon runter, mein Mann ist auch fleißig dabei, ich finde uns super. 🙂 Allerdings werden mir einige Herausforderungen in den Weg gelegt, allein diese Woche: Stammtisch in der Pizzeria, Mittagessen-Verabredung in der Pommesbude mit einem Freund, nachträgliche Weihnachtsfeier der Firma. Aber hey. Das passt schon alles, irgendwie! Ich bin optimistisch. Ich bin heute total optimistisch! (Vielleicht leide ich unter leichten Stimmungsschwankungen…)

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Von Ovulationstests, Waagen und Anträgen

Ich bin nachhaltig verwirrt von diesem Ovulationstest-Gedönse. Also, ernsthaft. Während das zwei Jahre lang mehr oder weniger problemlos mit den Clearblue-Tests funktioniert hat, habe ich damit im letzten Jahr in mehreren Zyklen vergeblich auf Smileys gewartet. Und wie wir wissen: Smiley = Eisprung. Und ich glaube nicht, dass ich in diesen Zyklen jeweils keinen Eisprung hatte.

Da die Clearblue-Tests ja auch noch ziemlich teuer sind, habe ich es gewagt und „normale“ Tests bestellt. Die tolle Anleitung hier hat mich ermutigt, vorher hatte ich mich das nie getraut, weil ich die einmal hatte und es sehr schwer fand, die Ergebnisse abzulesen. Allerdings habe ich natürlich verpeilt, vorab zu testen, um zu gucken, ob die 10er Tests für mich wirklich die richtigen sind. Hüstel. An Zyklustag 9 habe ich zu testen angefangen, aber da war es eindeutig negativ. Zyklustag 12 habe ich dann vermeintlich ein positives Ergebnis gehabt. Ein paar Clearblue-Tests hatte ich noch, ich habe also sozusagen als „Gegenprobe“ diesen Test gemacht. Negativ. Genauso an Tag 13 und 14 (heute). Hä? Nun ja, wir haben keine Chance, aber die nutzen wir, oder wie war das. Morgen teste ich noch mal – da wäre laut meiner Zyklus-App der Eisprung. Und ich habe noch einen Clearblue-Teststreifen. Mal sehen… Grummel, das nervt ganz schön. Es hat doch erst so gut geklappt.


Beim Abnehmen fühle ich mich momentan sehr motiviert, und mein Mann ebenfalls. Gestern haben wir zum ersten Mal ein neues Workout gemacht (ich habe uns dieses Buch bestellt) und holla, hab ich heute Muskelkater in den Oberschenkeln! 😀 Ansonsten reduzieren wir Kalorien. Ich halte mich dabei gern an das Buch Fettlogik überwinden, was mir sehr logisch und wissenschaftlich fundiert erscheint.

Derzeit wiege ich ungefähr 79 Kilo auf eine Größe von 163 cm. Mein Mann ist leider noch deutlich übergewichtiger. Mein Ziel sind mindestens 15 Kilo weniger, er sollte mindestens 25 Kilo verlieren. Ich weiß, elf Tage sind noch keine lange Zeitspanne, aber ich habe ein gutes Gefühl! Ich habe schon mal 15 Kilo abgenommen und auch jahrelang gehalten. Erst, als ich mit meinem Mann zusammgengezogen bin, hat es nicht mehr geklappt und ich habe wieder zugenommen, dieses Mal dann sogar 20 Kilo. Mich stört es hauptsächlich, dass meine Hosen nicht mehr passen. Bei meinem Mann ist es so massiv, dass ich mir um seine Gesundheit Sorgen mache! Und ich bin mir sicher, dass der Kinderwunsch auch davon profitieren würde, wenn wir beide ein paar Kilos weniger auf die Waage brächten. Ich bin jedenfalls sehr, sehr froh, dass mein Mann dieses Mal auch so motiviert ist.

Ich habe eine neue Kategorie hier im Blog eingefügt und werde das hier ein wenig begleiten. 🙂


Die Kinderwunschpraxis habe ich am Freitag noch erreicht. Man schlug uns noch einmal VZO oder eine IUI vor, empfahl aber eher eine IUI. Also alles wie erwartet, wir wollten ja auch die IUI gern dieses Mal. Jetzt wird geprüft, ob alle Ergebnisse und Untersuchungen dafür vorliegen, und dann bekommen wir den Antrag zugeschickt, den ich der Krankenkasse schicken kann und dann kann’s hoffentlich im nächsten Zyklus Anfang Februar schon losgehen!

Einer meiner Vorsätze fürs neue Jahr ist es, dieses Jahr den Kinderwunsch mal NICHT so entspannt anzugehen. Ich habe so oft gesagt in den letzten Jahren, dass ich das nicht so forcieren möchte, wir haben oft Pausen eingelegt und gesagt „Ach, das machen wir im nächsten Zyklus, versuchen wir es doch diesen Zyklus noch mal ‚einfach so‘.“ Das hat sicherlich zur Entspannung beigetragen, aber im Nachhinein bin ich echt genervt, dass sich das alles so lange hingezogen hat. Die „Einfach so“-Zyklen scheinen es ja eh nicht zu bringen. Von daher: Volle Kraft voraus!