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Zyklustag 1

Die letzten Tage hatte ich immer ein leichtes Ziehen im Unterleib, und heute war dann tatsächlich die Mens da. Das war so nicht abzusehen, da der Dezember-Zyklus ja der stimulierte Zyklus war und die Mens erst nach dem Absetzen des Utrogests eintrudelte, und ich so nur ganz schwer den ersten Zyklustag bestimmen konnte. War wohl doch etwas eher, als ich das gezählt hatte. Kommt aber dennoch mehr oder weniger mit den Ovulationstests hin, die vor 13 Tagen positiv waren. Das ist doch gut.

Ich bin überhaupt nicht betrübt dieses Mal. Es war glaube ich wahrlich der erste Zyklus (bis auf die, wo wir sowieso nicht durften wegen OPs oder ähnlichem), dass ich gar keine Erwartungen hatte. Auch mal wieder ein angenehmes Gefühl, einfach nur wahrzunehmen „Oh, da ist sie, die Mens“ und es weder gut (weil man auf irgendwas dringend wartet, womit man starten möchte) oder schlecht (weil…. naja wieso nur?) findet, sondern einfach nur registriert. Wie früher. Früher – ganz früher – habe ich auch nie einen Überblick gehabt, nichts notiert o.ä., sondern wurde immer ein bisschen überrascht. Dann kam die Pille und alles wurde regelmäßig, da konnte man sich dann schon drauf einstellen, wenn die Packung leer war, war es halt soweit.

Nun ja, diesen Zyklus werde ich dann meinen neuen Frauenarzt zum ersten Mal sehen (das klappt dann ja jetzt, ich bin sehr froh) und hoffentlich den Antrag an die Krankenkasse für die IUI stellen, die dann – wenn alles gut läuft – im März angegangen wird, bzw. Ende Februar.

Gestern war auch der letzte Termin bei meinem superlieben Tätowierer F. Der dritte insgesamt und es war nur ein kleines Nachstechen, weil manche Farben nicht so perfekt geworden waren. Und als wir fertig waren, bedankten wir uns beieinander (ich fürs Tattoo, er fürs Vertrauen) und er meinte „Dann sind wir ja jetzt wirklich fertig. Dann kann’s ja jetzt mit dem Kinderwunsch klappen.“ 😀 Na ich hoffe, F. hat Recht!

Projekt Abnehmen läuft auch mehr oder weniger, ich zähle fleißig Kalorien und es macht mir ehrlich gesagt sogar Spaß! Zwei Kilo hab ich schon runter, mein Mann ist auch fleißig dabei, ich finde uns super. 🙂 Allerdings werden mir einige Herausforderungen in den Weg gelegt, allein diese Woche: Stammtisch in der Pizzeria, Mittagessen-Verabredung in der Pommesbude mit einem Freund, nachträgliche Weihnachtsfeier der Firma. Aber hey. Das passt schon alles, irgendwie! Ich bin optimistisch. Ich bin heute total optimistisch! (Vielleicht leide ich unter leichten Stimmungsschwankungen…)

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Vor einem Jahr

Heute ist es ein Jahr her, dass ich eine leichte Erkältung im Anflug spürte. Mein Mann und ich ließen daher den Sport an diesem Dienstag ausfallen. Wir waren nach der Arbeit gemeinsam im Supermarkt einkaufen. Anschließend kuschelten wir uns aufs Sofa und schauten eine Folge der Lieblingsserie, und es gab einen süßen Auflauf mit Bananen, denn den gibt es bei uns immer, wenn einer von beiden sich nicht so wohlfühlt.

Pro forma machte ich einen Schwangerschaftstest: Zwei Tage später war unser Besprechungstermin in der Kinderwunschpraxis, bei dem nach all den Diagnosen und Untersuchungen besprochen werden sollte, wie wir nun vorgehen. Ich dachte mir also, ich sollte wohl den aktuellen Status sagen können, wenn sie danach fragen. Den Test legte ich auf den Wohnzimmertisch und ignorierte ihn, während die Serie weiterlief. Mir war ja schon klar, was er anzeigen würde. Das sagte ich auch meinem Mann, als er fragte, ob ich nicht mal draufschauen wollte. „Ich weiß ja schon, was draufsteht…“ Er nahm dann den Test, schaute und fragte mit einem breiten Grinsen „Bist du sicher?“ Ich sprang auf und tatsächlich, der digitale Test strahlte uns tatsächlich ein dickes „SCHWANGER“ entgegen.

Den Rest des Abends war ich vollkommen perplex. Meine erste Reaktion war keine Freude, sondern ein „Das hält sowieso nicht, nie im Leben“. Ich habe keine Ahnung, woher das kam. Mein Mann – eigentlich der vorsichtigere, besorgte von uns beiden – war optimistisch, und ich – die zuversichtliche mit der Wird-schon-schiefgehen-Mentalität – war mir so sicher, dass etwas schiefgehen würde, als könnte ich in die Zukunft sehen. Was ich nicht konnte. Dennoch hatte ich Recht.

Zweieinhalb Wochen hatten wir Zeit, uns an den Gedanken zu gewöhnen, ein Baby zu bekommen. Tatsächlich schwanger zu sein. Ich fühlte mich nicht schwanger. Ich machte mir permanent Sorgen. Wobei es keine richtigen Sorgen waren – keine konkreten Sorgen – einfach nur das Gefühl, dass es sowieso schiefgehen würde. Nach und nach schaffte ich es, etwas optimistischer zu denken (bei meinem Mann kamen hingegen nach und nach Sorgen auf). Tatsächlich kaufte ich einen ersten Strampler und wir erzählten auch unseren Familien davon.

Zweieinhalb Wochen bis zum ersten Ultraschall bei der Frauenärztin und der Erkenntnis: Ich hatte Recht. Am gleichen Abend dann die Fehlgeburt, als hätte sie darauf gewartet. Als hätte mein Körper noch verzweifelt so lange an diesem kleinen Punkt in meiner Gebärmutter festgehalten, bis der Kopf sehen konnte: Tatsächlich, da stimmt was nicht, es wächst nicht, es will nicht. Ich bin dankbar für diese Stunden der Vorbereitung, diese Zeit zwischen dem Ultraschall und den Krämpfen.

Ob die Reaktion auf den Schwangerschaftstest irgendeine Grundlage hatte? Irgendein unbewusstes Wissen, dass es nicht klappen würde? Ich glaube es eigentlich nicht.

Seither hatten wir lediglich 5 Zyklen, in denen eine Möglichkeit zur Schwangerschaft überhaupt bestand. Der Rest war gefüllt mit OPs, und der Zeit zwischen den OPs (da durften wir auch nicht). Das ist nicht so viel, denke ich. Trotzdem ist ein Jahr vergangen.

Vor einem Jahr war ich schwanger. Jetzt bin ich nicht schwanger.

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Unsere bisherige Reise #6: Ein kurzes Glück – tschüss, kleiner Stöpsel

Ich ging mit einem mittelprächtigen Gefühl von der Ärztin nach Hause. Ihre Antworten hatten mich irgendwie gar nicht weitergebracht. Weder hatte sie gesagt, dass alles ok ist, noch, dass irgendwas konkret nicht in Ordnung sei, außer dass es eben sehr klein war, was man sehen konnte. Ich kenne mich ja nun auch nicht mit dem Thema aus, so dass ich ihre Aussagen gar nicht einschätzen konnte, und eine konkrete Prognose wollte sie uns keinesfalls geben.

Meine Rettung war ein Forum, das auch von Ärzten betreut wird. Ich habe das Ultraschallbild eingescannt und alles geschildert. Und schnell wurde klar: Alle Informationen zusammen ergaben leider ein recht deutliches Bild. Der ES war durch den Ovulationstest ja recht klar, aber der muss nicht immer 100% stimmen. Doch die Tatsache, dass ich schon 16 Tage zuvor positiv getestet hatte, ließ darauf schließen, das eindeutig etwas nicht in Ordnung war. Was, das konnte man natürlich auch nicht sagen. Aber es war recht eindeutig, dass es sich nicht einfach nur um einen „Bummler“ handelte, der sich mit dem Wachsen etwas Zeit ließ. Einige machten mir zwar auch Hoffnungen, aber ich fühlte mich in dem bestätigt, was mir mein Innerstes seit dem positiven Test gesagt hatte: „Das klappt ja sowieso nicht.“

Ich war natürlich ziemlich zerstört. Rief erst mal meine Mama an und heulte mich aus. Meinen Mann wollte ich auf der Arbeit nicht noch mehr ablenken, als es ohnehin schon vermutlich der Fall war. Ich habe sehr, sehr viel geweint. Das war auch gut so. Am Abend kam mein Mann heim, wir aßen zu Abend und ich erzählte ihm alles.

Um mich abzulenken und zu beschäftigen, fuhr ich später mit dem Auto zur Generalprobe unserers Chors, in einer Kirche. Eigentlich wollte ich mitsingen, aber ich konnte nicht. Ständig musste ich wieder weinen. Wenn mich jemand ansprach, musste ich weinen. Ich konnte einfach nicht aufhören. Irgendwann habe ich mich dann einfach auf eine Kirchenbank gesetzt und zugehört, recht weit hinten. Die Musik (das Requiem von Rutter) war sehr beruhigend, auch wenn ich nicht gläubig bin. Hinterher kamen meine Chor-Ladies natürlich zu mir und fragten, was los ist, und da konnte ich dann auch wieder reden und habe ihnen auch erzählt, was los ist. Mittlerweile konnte ich reden, ohne zu weinen, aber körperlich ging es mir nicht mehr gut. Mein Kreislauf fuhr immer weiter runter und ich bekam Kopfschmerzen. Ab nach Hause! Leider war das noch eine Fahrt von 25 Minuten. Wie ich die geschafft habe, ohne einen Unfall zu bauen, weiß ich nicht. Besonders clever war es auch nicht. Als ich zuhause war, stellte ich fest, dass ich mittlerweile starke Blutungen hatte. Wir fuhren ins Krankenhaus – das direkt neben der Kirche liegt, wo die Chorprobe stattfand…

Mein Kreislauf war im Keller, ich zitterte extrem und fror, aber am schlimmsten waren die hämmernden Kopfschmerzen. Mein Mann fuhr mich wie gesagt ins Krankenhaus, wir mussten in die Gynäkologie-Notfallambulanz (es war 23:30 Uhr). Wie sich herausstellte, mussten wir zu den Kreißsälen. Vor der Abteilung stand eine wartende Familie, drinnen wurde offensichtlich gerade ein Baby zur Welt gebracht. Dankenswerterweise mussten wir nicht im Wartebereich mit der aufgeregten Familie bleiben, sondern konnten einen der freien Kreißsäle nutzen. Wobei ich mir einen Kreißsaal immer als SAAL vorgestellt hatte – was vermutlich heutzutage völlig abwegig ist – es war ein gemütliches, sehr gut geheiztes Zimmer mit gedimmtem Licht. Beides für meine aktuelle Situation großartig, obwohl ich mir meinen ersten Besuch in einem Kreißsaal natürlich anders vorgestellt hatte.

Als das Baby nebenan auf der Welt war, hatte die junge Ärztin Zeit für uns. Sie machte einen Ultraschall und sagte nur „Ich sehe nichts.“ Dann durfte ich mich schon wieder anziehen, wir setzten uns an den Schreibtisch und der nächste Satz war „Kommen Sie dann bitte morgen früh zur Ausschabung.“ Irgendwie kam mir das sehr übergangslos vor. War ich nicht eben noch schwanger gewesen? Jetzt war ich es nicht mehr. Ich bekam noch eine Spritze, irgendwas von wegen Antikörper und Blutgruppe, mir war das im dem Moment auch recht egal, und dann durfte ich heim.

Am nächsten Morgen musste ich direkt wieder ins Krankenhaus, mein Mann ist die ganze Zeit bei mir geblieben und war echt absolut großartig. Ich musste superlang im Wartezimmer der gynäkologischen Ambulanz warten, dann geriet ich in die Hände der Chefärztin. Die war sehr kompetent, einfühlsam, hat alles doppelt und dreifach kontrolliert und entschied dann: Ausschabung. Dann ging alles ganz schnell. Meine erste Vollnarkose, und plötzlich war alles vorbei. Ich wurde auf ein Zimmer geschoben, hatte starke Schmerzen, doch bekam direkt Schmerzmittel und dann hatte ich nur noch eins: Hunger.

Rückblickend bin ich sehr glücklich, dass ich durch meine Internetrecherche schon halbwegs vorbereitet war auf das, was abends passierte. Nur nach den Worten der Frauenärztin wäre ich wohl viel, viel geschockter gewesen. Mit ihr bin ich wirklich nicht glücklich. Auch die Entscheidung, 14 Tage auf den Termin bei der Frauenärztin zu warten nach dem positiven Schwangerschaftstest, bereue ich. Anhand des HCG-Wertes hätte man schon viel früher feststellen können, dass etwas nicht stimmte. Vielleicht hätte man gegensteuern können – vielleicht nicht.

Im Nachgang war ich eine Woche krankgeschrieben. Ich erzählte sehr vielen Menschen, was passiert war. Das war unglaublich gut. So viele Frauen haben mir erzählt, dass es ihnen auch passiert ist, oder dass sie jemanden kennen etc. Viele davon haben heute gesunde, putzmuntere Kinder. Ich war auch sehr froh, dass unsere Familien schon wussten, was Sache ist. Ohne den Trost und das Kümmern meiner Familie wäre diese Zeit noch viel schrecklicher gewesen. Im Büro erzählte ich gar nichts.

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Unsere bisherige Reise #5: Plötzlich schwanger – ganz spontan!

Nach unserer ersten Ehekrise waren wir wieder auf dem richtigen Weg! Mein Mann ging zum nächsten Spermiogramm, das beim nächsten Termin im Kinderwunschzentrum besprochen werden sollte. Das sollte dann schon das Procedere-Gespräch werden, denn: Mein Pap IIID-Abstrich hatte sich in der Zwischenzeit von selbst auf Pap II „reduziert“! Eine weitere Zyklusüberwachung im Kinderwunschzentrum hatte ebenfalls nichts außergewöhnliches ergeben (bis auf das Zitat beim Ultraschall „Sie haben aber eine wunderschöne Gebärmutter!“), so dass der geplanten ICSI nichts im Wege stehen sollte.

Am Donnerstag, den 6. November sollte der Termin stattfinden. Eigentlich sollte ich am Wochende zuvor meine Tage bekommen – hatte ich aber nicht. Wobei ich mir so rein gar nichts dachte, denn mein „Kann man die Uhr nach stellen“-Zyklus hatte sich in den letzten Monaten zum „Kann man MEISTENS die Uhr nach stellen“-Zyklus entwickelt. Und einige Tage überfällig war wirklich kein Grund zur Panik – ich war in dieser Zeit sehr relaxed, da ja die Behandlung unmittelbar bevorstand. Aber ich dachte mir, was, wenn in dem Termin gefragt wird, wo ich gerade im Zyklus bin, und ich sagen muss, dass ich überfällig bin? Das sähe ja total doof aus. Am Dienstag vorher habe ich also abends einen Schwangerschaftstest gemacht – so einen richtig teuren von Clearblue, der „schwanger“ oder „nicht schwanger“ anzeigt. Habe den Test auf den Tisch im Wohnzimmer gelegt und dann ignoriert. Irgendwann fragte mein Mann „Willst du nicht mal draufgucken?“ und ich meinte „Ach, ich weiß doch schon, was er anzeigt…“

Mein Mann schnappte sich daraufhin den Test vom Tisch, schaute und fragte mich grinsend und etwas unsicher „Ach, bist du sicher, dass du das weißt?“ – Der Test zeigte ein eindeutiges, dickes SCHWANGER an!!!! Wir wussten beide gar nicht, wie wir reagieren sollten – schwankten zwischen hysterischem Lachen, Grinsen, Freude, Verwirrung… Es war sicherlich nicht so, wie ich mir einen positiven Schwangerschaftstest vorgestellt hatte, aber die Vorzeichen waren ja auch ganz andere. „Sehr schwierig bis fast unmöglich“ waren die Chancen auf eine Schwangerschaft auf natürlichem Wege gewesen! Und ich hatte doch den Test nur gemacht, um zu bestätigen, was ich eh schon wusste, nämlich, dass ich eben NICHT schwanger bin. Ein zweiter Test bestätigte allerdings das Ergebnis und wir konnten uns langsam vorstellen, dass es wahr sein könnte.

Den Termin im Kinderwunschzentrum habe ich natürlich direkt am nächsten Morgen abgesagt. Was sollen wir da, wenn ich schon schwanger bin? So haben wir auch nie die Ergebnisse vom zweiten Spermiogramm erfahren. Und viel früher als geplant erfuhr unsere Familie von der Schwangerschaft – da sowohl unsere Eltern als auch meine Schwägerin (meine persönliche Ausheulpartnerin in Sachen Kinderwunsch) von dem Termin wussten und fragten, wie es denn gewesen sei, erzählten wir ihnen von der Schwangerschaft (und dem Bruder meines Mannes auch gleich, weil es sonst unfair gewesen wäre).

Natürlich rief ich direkt bei meiner Frauenärztin an. Dort bekam ich einen Termin in zwei Wochen. Man sagte mir am Telefon, dass man vorher im Ultraschall sowieso nichts sehen würde und man lediglich per Bluttest die Schwangerschaft bestätigen könne. Da ich aber mittlerweile 3 Urintests gemacht hatte, war ich mir ja sicher, dass eine Schwangerschaft vorlag, und stimmte zu, auch wenn mir das ewig lang hin vorkam.

Ich bin eigentlich ein sehr positiver, optimistischer Mensch. Die Rolle des sich sorgenden Pessimisten übernimmt ja schon mein Mann. Trotzdem war mein erster Gedanke, der mir durch den Kopf schoss nach dem positiven Schwangerschaftstest: Das hält ja sowieso nicht. Zwei Wochen lang schwankte ich nun zwischen diesem „Das hält ja sowieso nicht“ und „Oh mein Gott, ich bin wirklich schwanger!“ Ich weiß nicht, weshalb ich so negativ eingestellt war, aber ich brauchte wirklich lange, um die Schwangerschaft zu akzeptieren. Die ganze Zeit machte ich mir Sorgen. Und ich fühlte mich auch gar nicht schwanger. Keinerlei Anzeichen. Keine Übelkeit, keine Müdigkeit, keinen spannenden Brüste. Aber auch: keine Blutung, so dass ich mich langsam an den Gedanken gewöhnte, es könnte wirklich klappen. Nur einmal verspürte ich wirklich stechende Schmerzen im Unterleib, einen Abend lang immer mal wieder. Aber, so versicherte man mir im Forum: Das sei normal.

Am Abend vor dem Termin bei der Frauenärztin hatte ich leichte Schmierblutungen. Aber: Ich weiß, auch das kann ganz normal sein und es war super wenig. Am nächsten Morgen war der Termin. Mein Mann ging mit, ich hatte mir den ganzen Tag freigenommen, mit dem Hintergedanken: Wenn alles ok ist, grinse ich zu sehr um zu arbeiten. Wenn irgendetwas nicht ok ist, heule ich zu sehr um zu arbeiten.

Die Frauenärztin fand es schon etwas komisch, dass ich keinerlei Symptome hatte. Im Ultraschall fand sie dann etwas – aber etwas sehr kleines, ein winziger Punkt. Dabei war ich mittlerweile schon in der 7. Schwangerschaftswoche. Aber man könne nichts sagen, meinte sie; vielleicht habe die Einnistung einfach später stattgefunden als gedacht, da könne man sich ja immer mal irren. Mein Hinweis, dass ich doch den Ovulationstest hätte, wurde komplett ignoriert. Wir gingen raus mit einem Ultraschallbild, nach dem ich extra fragen musste („Wieso wollen Sie das mitnehmen? Man sieht doch gar nichts drauf… Na wenn Sie wollen, können Sie das natürlich haben…“). Im Treppenhaus schauten mein Mann und ich uns an. „Jetzt sind wir irgendwie auch nicht schlauer, oder?“ war unsere Feststellung.