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Der Mensch ist schlecht, aber immerhin lebt er nicht so lang.

Ich musste 32 Jahre alt werden, um meinen Glauben an das grundsätzlich Gute im Menschen zu verlieren.

Natürlich war mir auch vorher klar, dass nicht alles rosig ist. Dass es Menschen waren, die so viele Jahrhunderte Kriege geführt, Menschen unterdrückt, die Umwelt zerstört haben. Aber das war in der Regel Geschichte. Hier bei uns ging es voran, vielleicht langsamer, als ich mir das wünschte, aber immerhin.

Dann kam 2016, und es wurde ein Mensch zum US-Präsidenten gewählt, den ich spätestens seit „Grab them by the pussy“ für unwählbar hielt. Und dabei bin ich nicht einmal so entsetzt von Donald Trump. Es gibt Arschlöcher, es gab sie immer, es wird sie immer geben. Ich bin entsetzt von den Menschen, die hingehen und ihn wählen.

Dann kam 2017, und ein kleiner Junge wurde in Herne getötet, und wieder einmal sprachen alle von 4chan. Von dieser Plattform hatte ich auch schon im Zusammenhang mit der US-Wahl gehört: 4chan-User rühmten sich, sie wären für die Wahl Trumps verantwortlich. Schließlich hätten sie gezielt mit Memes, die sich dann im ganzen Internet verbreiteten, Clinton „zerstört“ und Trump hochgepusht. Mit Lügen, mit gezielten Falschinformationen, mit perfekt auf die jeweilige Zielgruppe zugeschnittenen Ideen.

Ich dachte mir, man müsse sich ja eigentlich mal ein eigenes Bild machen. Von diesem 4chan. Also hab ich es tatsächlich gewagt und diese Seite besucht. Mein erster Eindruck: Es ist unübersichtlich. Und es ist hässlich. Es ist keine High-End-Website, die alle paar Monate den neuesten technischen Trends angepasst wird.

Aber hässlich hin, unübersichtlich her – da bin ich natürlich auch nicht der Maßstab aller Dinge, persönlich finde ich schon Tumblr oder erst Recht Reddit unübersichtlich, man wird ja auch nicht jünger. Bei 4chan gibt es verschiedene Unterkategorien. Ich habe die allgemeine gewählt, in der den Nachrichten zufolge auch der Herner Kindermörder unterwegs war. Und? Es ist eklig, es ist unangenehm. Die Themen sind buntgemischt. Sexfantasien, Gewaltfantasien spielen die Hauptrolle. Gern mit Fotos von jungen Frauen, die sicher nichts von dem wissen, was hier passiert, mit der Frage „Was würdest du mit ihr machen?“ Die widerlichen Ideen folgen auf dem Fuße.

Lange halte ich nicht durch. Ich fühle mich, als bräuchte ich dringend eine Dusche. Ich fühle mich dreckig und angewidert, noch Tage danach fühle ich mich irgendwie beschmutzt. Als läge da Dreck auf meiner Seele. Und das war nur die „private“ Seite. Gerade heute habe ich auf Twitter einen Screenshot gesehen, auf dem diskutiert wurde, wie man die Frankreich-Wahl beeinflussen könnte, damit Le Pen gewinne. Und so wurde vorgeschlagen, man sollte Macron, dem Gegenkandidaten, eine Affäre mit der Tochter seiner Ehefrau anhängen.

Es ist widerlich und ich habe tatsächlich den Glauben an die Menschheit als solche verloren. Es macht mich traurig und desillusioniert.

Es hilft mir aber auch, damit  zu leben, eventuell keine Kinder in diese Welt zu setzen. Oder ist es andersherum – die Kinderlosigkeit lässt mich besser mit der schlechten Welt leben?

Ich werde diese Welt nicht verbessern können. Das muss ich mir heute eingestehen. Und so denke ich mir mittlerweile oft: Dann macht doch alle, was ihr wollt. Macht sie doch kaputt, unsere Welt. Es nützt ja alles nichts, ich kann ja doch nichts daran ändern, was soll ich meine Gedankenwelt damit beschweren. Irgendwann bin ich weg und dann ist es mir auch egal. Im Gesamtbild betrachtet ist meine Existenz auf diesem Planeten nur der Bruchteil einer Sekunde, und was ich hier erreiche, hat ähnlich viel Bedeutung für das große ganze wie das Leben einer Eintagsfliege.

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Happy Anniversary, Kinderwunsch!

„Besondere Fähigkeiten: Warten.“ Das kann ich wohl bei meiner nächsten Bewerbung in den Lebenslauf schreiben. Oder fällt das unter Hobbys? Lesen, Nähen, Warten. Kann ich.

Der Widerspruch ist seit Anfang April bei der Krankenkasse. Wir haben bisher nichts gehört. Naja, doch, eine Empfangsbestätigung hatten wir im Briefkasten. Ich habe mich nicht getraut, den Brief zu öffnen – mein Mann musste das machen, als er von der Arbeit heimkam. Heute habe ich gegoogelt, welche Fristen für Widersprüche gelten. Siehe da: Die Krankenkasse hat hochoffiziell drei Monate Zeit, auf den Widerspruch zu reagieren. Puh. Nur gut, dass wir den ersten Monat schon fast geschafft haben. Wenn ich auf den Kalender schaue, sind es auch eigentlich erst zweieinhalb Wochen. Mir kommt es vor wie eine kleine Ewigkeit.

Aber das ist momentan sowieso egal, denn: Ich warte. Dieses Mal auf meine Periode. Nach dem zweiten Pillenzyklus hatte ich recht heftige Schmierblutungen, fast eine Woche lang, aber keine richtige Blutung. Laut meiner App bin ich jetzt somit bei Zyklustag 55. Oder, wie sie es ausrechnet: Kurz vor meiner Periode, wenn ich die Zwischenblutung als Mens betrachte. Gucken wir mal. Ungewöhnlich ist es allemal, aber ich will mir nicht übermäßig Sorgen machen. (Dass ich schwanger sein könnte, halte ich übrigens für ausgeschlossen – das wäre der Witz des Jahrhunderts, wenn ich ausgerechnet in einem Pillenzyklus schwanger geworden wäre!) Ich hoffe nur, dass es bald mal soweit ist und ich darüber nicht weiter nachdenken muss.

Morgen ist unser vierter Hochzeitstag. Die gefürchteten vier Jahre sind somit erreicht. Vier Jahre, so lang hat meine Mutter gebraucht, um schwanger zu werden. Das weiß ich schon lang. Zu Beginn kam es mir absurd vor. Später wurde es mein Schreckgespenst – um Himmels willen, VIER JAHRE! Jetzt ist es soweit. Die Zeit vergeht einfach. Das ist traurig, und in diesen vier Jahren ist viel passiert, was mich traurig macht. Andererseits ist es eben das Leben. Wir versuchen, das beste draus zu machen, und wurschteln uns so durch. Ich glaube, so geht es jedem. Die vielen „Was wäre gewesen, wenn…“ spiele ich nicht mehr im Kopf durch. Ich liege nachts nicht mehr im Bett und stelle mir vor, wie es wäre, wenn ein Baby da ist. Dann würde ich wohl auch verrückt werden.

Vier Jahre also. Nichts, womit ich jemals gerechnet hätte. Mal sehen, ob uns das fünfte Jahr mehr Glück bringt.

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Schwangerschaften rundherum

Meine Filterblase ist schwanger! Links, rechts, geradeaus. Egal wohin ich schaue, sehe ich Schwangerschaften. Eine gute Freundin habe ich am letzten Wochenende im betrunkenen Kopf dazu gedrängt, es mir doch endlich zu verraten. Jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen – selbst ihre Familie weiß es noch nicht und sie hatten es selbst erst am Vortag erfahren. Aber es war einfach zu auffällig: Das sie beim Essen nichts getrunken hat und das mit Fastenzeit/Diät begründet hat, ok. Aber als sie dann selbst vom Tiramisu nichts aß, war ich mir sicher. Tja, und so war es dann auch.

Heute verkündete eine weitere Bekannte, dass sie im September Mama wird (ich hatte sie ohnehin schon als „nächste“ auf der Wahrscheinlichkeitsliste). Die dritte Freundin postet jede Woche ihre Bilder zum „Dickbauchdienstag“ auf Instagram. In meinem „Internetleben“ gibt es auch noch einige Schwangerschaften, von denen ich glücklicherweise nicht so viel mitbekomme. Ja, ich gebe zu, manchmal entfolge ich auch aus diesem Grund, wenn man sich anderweitig ohnehin nicht kennt.

Bei der oben genannten Freundin hat es im allerersten Versuch geklappt. Die zweite Bekannte schrieb, sie hätte nicht damit gerechnet, dass ihre Wünsche für 2017 so schnell in Erfüllung gehen. Die dritte Freundin, die jetzt schon in der 36. Woche ist, hat ungefähr ein Vierteljahr gebraucht.

Der Mann sagt, es macht ihm nichts aus, wenn es bei anderen schneller geht. Und natürlich hat er vom Kopf her ja auch Recht. Es macht für uns keinen Unterschied. Ändert nichts an meinem Neid und Selbstmitleid. Dabei muss man mit den Vergleichen aufhören, um nicht verrückt zu werden. Wir sind wir, und die sind die.

Also, was passiert im Hause „Wir“? Der Widerspruch gegen den Entscheid der Krankenkasse läuft, wir warten auf Rückmeldung. Wir sind ein bisschen emotional geworden im Anschreiben – mir war es erst etwas unangenehm, aber wie ich schon auf Twitter las und der Mann auch noch mal bekräftigte: Was haben wir zu verlieren? Möglich, dass der Krankenkassenmensch sich über unseren Brief kaputtlacht. Oder den Kopf schüttelt darüber, dass wir ihn anbetteln. Mir egal, ich bin da nicht dabei, ich bekomme es nicht mit und rechne damit, dass er offiziell angemessen und seriös reagieren wird. Und wenn die Chance besteht, dass es ihn doch irgendwie dazu bewegt, zuzustimmen, dann nutzen wir die auch.

Sonst so? Nach meinem Pillenzyklus im März habe ich meine Tage nicht bekommen. Ich hatte eine Woche Schmierblutungen und das war’s. Ab und zu piekst es etwas im Unterleib, aber nichts passiert. In winzigen Millisekunden denkt mein Kopf, das könnte vielleicht bedeuten, dass ich schwanger bin. Die Tatsache, dass ich in dem fraglichen Zyklus a) die Pille genommen habe, wir b) im entsprechnenden Zeitfenster höchstwahrscheinlich nicht „aktiv“ waren und c) eine Kinderwunschgeschichte von mittlerweile 4 Jahren halten mich davon ab, dieser Millisekunde auch nur den Hauch einer Beachtung zu schenken. Es ist Quatsch, aber ich frage mich trotzdem, was da los ist und ob ich mal zum Arzt gehen sollte, oder ob die Schmierblutung die reguläre Blutung ersetzt hat. Ansonsten wäre ich jetzt nämlich an Zyklustag 48, WTF?!

Ich bin wieder mit dem Abnehmen angefangen. Wenn ich jetzt erst einmal sowieso keine ICSI machen kann, kann ich mich auch eben um die letzten 5-6 Kilo kümmern, für die ich im letzten halben Jahr keinen Kopf hatte. Ich mache wieder meine 10.000 Schritte am Tag und zähle Kalorien. Erstaunlich, wie leicht das eigentlich ist. Außerdem nähe ich neuerdings Babykleidung. Ich möchte meine Stoffvorräte aufbrauchen und die minifuzzi T-Shirts etc. eignen sich super für Reste. Genug Schwangere in der Umgebung, die ich damit beschenken kann, habe ich ja. Erster Plan: Der überredeten Freundin ein Shirt nähen und eine Karte schreiben, auf der ich mich fürs Überreden entschuldige. Ich weiß ja eigentlich selbst, wie blöd das ist.

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Überdurchschnittlich

Die Klinik hat uns einen Brief geschickt. Mir scheint, wir sollen Widerspruch bei der Kasse einlegen – so richtig klar drücken sie das allerdings nicht aus. Aber den passenden Brief dazu finde ich den Knaller:

„Wir schätzen die Chancen für den Eintritt einer Schwangerschaft mittels ICSI als eher überdurchschnittlich ein.“ Wow! Das hab ich gebraucht. Jetzt googeln wir mal, wie so ein Widerspruch auszusehen hat (hat jemand Tipps?), und dann hoffe ich, dass die Krankenkasse das Argument der niedrigen Befruchtungsrate gelten lässt. Puh. Ich bin wieder viel optimistischer, aber auch ganz schön aufgeregt. 

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Auf in die Schlacht

Seit ich die Ablehnung des Plans bekommen habe, geht es gefühlsmäßig erstaunlicherweise irgendwie wieder aufwärts. Vielleicht, weil eine neue Aufgabe entstanden ist und man wieder das Gefühl hat, zumindest irgendwas machen zu können?

Natürlich war die Absage trotzdem niederschmetternd, und mein Mann und ich hatten ein langes Gespräch mit vielen Tränen von meiner Seite und vielen Sorgen auf seiner Seite. Wir konnten uns zumindest darauf einigen, dass wir uns wenigstens einen ICSI-Zyklus leisten können. Das sagt natürlich jetzt noch so ungefähr gar nichts aus, weil wir noch keinerlei weitere Informationen haben, wie es weitergehen soll – aber für mich war das sehr wichtig, das zumindest schon einmal zu wissen.

Seither fliegen meine Gedanken von links nach rechts – die Lieblingsschwägerin brachte plötzlich als Alternative die Samenspende zur Sprache, da sie meinte, es fiele meinem Mann vielleicht leichter als eine Adoption, bei der einem (wie sie es sehr hübsch formulierte) „ein fertiges Kind vorgesetzt“ wird, bei dem man zudem im Voraus nichts über den familiären Hintergrund weiß und auch mit Unsicherheiten leben muss, zumindest anfangs, ob es wirklich bleiben darf. Seither grusele ich mich ein bisschen auf Webseiten von Samenbanken, bei denen man in eine Suchmaske seine Kriterien eingeben kann (ja bitte, 190 cm groß, blond und blauäugig natürlich) und die Proben direkt in einen virtuellen Warenkorb legen kann. WTF? Ich bestelle mir ein Kind? Da wird’s selbst für mich extrem haarig von den Gefühlen her. Mein Hintergedanke ist ja, dass bei der Samenspende vielleicht eine weitere Insemination ausreichend ist und es so deutlich günstiger würde… Der Haken an der Sache: Mein Mann hat noch nicht den Hauch einer Ahnung, dass ich das Thema im Kopf habe. Hüstel.

Auf der anderen Seite google ich wie wild Interaktionsstörung (meistens lande ich dann auf soziologischen Seiten, nicht ganz was ich meine), genetische Untersuchungen (die wurden ja in dem Gutachten bemängelt, dass sie fehlen) und Widerspruch gegen Krankenkassen-Entscheidungen. Ich schreibe wieder im Kinderwunschforum und rege mich auf Twitter über die Krankenkassenzeitung auf, in der doch allen Ernstes steht, in vielen Fällen würde es einfach daran liegen, dass man nicht genug entspannt. Boah. Kann’s noch irgendwer hören? Nein.

Ansonsten warte ich auf die Rückmeldung der Klinik – tja, da kam nichts bisher (außer der Bestätigung, dass es an die Ärzte weitergeleitet wird). Das nervt mich natürlich. Montag ist es eine Woche, dann werde ich nachhaken. Irgendwer muss ja wohl mal mit mir reden.

Jedenfalls scheine ich wieder damit leben zu können, dass es weitergeht, wo ich doch vorher völlig energielos war und nur noch auf ein „hinter mich bringen“ abzielte. Was ist da los? Aber ich will mich nicht beschweren. Also, nicht über meine Energie. Schon durchaus über die Klinik, die Krankenkasse, die allgemeine Lage, … 😉

Für meinen Mann muss ich glaube ich mal, wenn ich mir selbst über einiges klargeworden bin (z.B. Klinikwechsel? Widerspruch einlegen? Weitere Untersuchungen? Samenspende?!), einen Schlachtplan aufschreiben und ihm vorlegen. Dieses klein-klein ist nichts für ihn, da blockt er direkt, weil es ihm glaub ich auch zu unübersichtlich ist. Kann ich gut verstehen, denn ich hab ja selbst noch keinen Überblick in meinem Kopf. Wie soll ich ihn da von irgendetwas überzeugen.

Nebenbei bemerkt zum Abschluss: Besonders ironisch finde ich ja, dass es am zu guten Spermiogramm liegt, dass der Plan abgelehnt wurde. Da freut man sich jedes Mal, wenn das Ergebnis besser wird, um dann letzten Endes daran zu scheitern. Weitere wunderschöne Ironie des Schicksals: Die meines Wissens einzige andere Indikation, eine ICSI zu genehmigen, ist eine Nullbefruchtung bei der ersten IVF. Tja, von unseren VIERZEHN Eierchen hat sich befruchten lassen – eins. So halbwegs. Darüber habe ich mich damals sehr, sehr, SEHR gefreut. Jetzt ist es der Stolperstein, der die ICSI verhindert. Ey, Schicksal. Du bist gerade ein bisschen doof. Lass das mal sein mit der Ironie. Bitte.

8

Abgelehnt.

Ich weiß nicht mal so richtig, wie ich anfangen soll.

Der Anruf der Krankenkasse kam heute. Der Behandlungsplan wurde vom MdK abgelehnt.

Das Gutachten habe ich mir direkt per Mail schicken lassen, hier die Begründung:

Unbenannt

Nachdem ich das auf Twitter gepostet hatte, erfuhr ich: völlig richtig so. Die einzige Indikation, die die Krankenkassen für eine ICSI akzeptieren (müssen), sind schlechte Spermien. Wieso um alles in der Welt die Klinik uns dann einen Behandlungsplan stellt, auf dem als „Indikation gemäß 11.1-11.5“ steht „geringe Eizell-Spermien-Bindung/niedrige Befruchtungsraten bei IVF“, ist mir vollkommen schleierhaft. Das ist keine Indikation gemäß dieser Punkte, denn diese Punkte stehen in der Richtlinie über Maßnahmen zur künstlichen Befruchtung und unter 11.1-11.5 steht NIX von schlechter Bindung oder niedrigen Befruchtungsraten als akzeptierte Gründe.

Ich rege mich also nun nicht mehr über die Krankenkasse, sondern über die Klinik auf. So einen Behandlungsplan kann man sich doch gleich sparen, oder sehe ich das falsch? Und ihn mir einfach zu geben ohne auch nur ein Wort der Warnung. „Wir brauchen nur noch den genehmigten Plan, dann kann’s losgehen“. WTF? Und auf die Anfrage der Unterlagen, die das MdK sehen wollte, ein „Sowas hab ich in meinen 5 Jahren hier noch nicht erlebt, dass die das sehen wollten.“ Sind wir so selten? Sind die so inkompetent? Ich weiß es nicht.

Wie geht es weiter? Ich weiß es nicht. Ich fürchte, was die Krankenkassen-Übernahme der ICSI-Behandlung übernimmt, sind wir schlicht und ergreifend am Arsch. Es sei denn, die Ärzte haben noch eine schlaue Idee, oder ihr.

Ich weiß es doch auch nicht.

2

Pausenmusik

Tja… Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.

Zwei Wochen und einen Tag ist es her, dass ich alle Unterlagen an die Krankenkasse geschickt habe… Keinerlei Rückmeldung. Ich bin nicht wirklich überrascht, nicht mal zwangsläufig tierisch genervt, in erster Linie fühle ich mich resigniert. Diese Hilflosigkeit, die Tatsache, dass man nichts machen kann, keiner zuständig ist (denn die Krankenkasse, bei der ich heute nach dem aktuellen Stand der Dinge gefragt habe, wird sowieso wieder nur auf das MdK verweisen und dort kann ich ja niemanden kontaktieren), nichts passiert. Oder es kommt die Antwort, dass meine Unterlagen nie angekommen sind, zumindest wurde der Empfang nie bestätigt. (Ich habe alles gemailt, so dass es natürlich angekommen ist, aber um eine Ausrede ist man bei der Krankenkasse ja nie verlegen.

Ich will es doch nur hinter mich bringen.